Unsere Aprilfahrt in unser Tierheim Targu Jui

Liebe Mirafreunde,

und wieder geht es auf nach Rumänien. Unser erster Halt ist Arad, wo wir übernachten um im Hellen erholt zu starten.


Meist trifft man im Norden Rumäniens noch nicht so viele Straßenhunde- diesmal waren aber tatsächlich mehrere Tiere zu sehen. Eine kleine Gruppe war besonders niedlich, aber gut genährt und etwas schüchtern.

Wir lassen etwas Futter da und setzen unsere Reise fort. Der Weg führt uns wie immer an der wunderschönen Donau vorbei und wir sind jedes Mal aufs Neue begeistert wie schön Rumänien ist.

   

Natürlich halten wir wie jedes Mal am weißen Kreuz an der Donau. Hier hatten wir bereits Hunde kastriert, bis auf eine Hündin, die wir leider nicht bekommen konnten. Wir müssen feststellen, dass sie auffällig alt geworden ist. Kaum ausgesprochen taucht ein Welpe auf und rennt auf sie zu. Leider bekommen auch sehr alte Hunde, die eigentlich all ihre Kräfte zum Überleben auf der Straße brauchen, immer wieder Welpen. Sie sieht erschöpft und ausgelaugt aus. Beim nächsten Mal wollen wir erneut versuchen sie zum Kastrieren einzufangen und auch ihren Welpen, sollte er bis dahin überleben.

Wir kommen auf der weiteren Fahrt an vielen Hunden vorbei und halten immer wieder um sie zu füttern und versuchen auch den einen oder anderen zumindest zum Kastrieren einzufangen. Leider sind viele auch sehr scheu und uns gelingt es nicht immer. Ein Einfangen ist immer sehr gefährlich auf den Straßen, da einige Tiere dann auf die Straße laufen und rumänische Autofahrer leider nur selten für die Tiere anhalten oder bremsen.

Eine Hündin bekommen wir aber schließlich und nennen sie Merle .

    

Auch halten wir auf der Reise durch Rumänien wieder in einem kleinen Ort bei einer sehr tierlieben Familie, die ihr Leben mit fünf Hunden und vielen weiteren Tieren teilt. Sie selbst sind sehr arm und freuen sich sehr über unsere kleine Futterspende für Ihre Tiere und ein paar Lebensmitteln aus Deutschland und bedanken sich bei uns sehr herzlich auf rumänisch und schenken uns diesmal einen ganzen Eimer mit gekochten und vielen rohen Eiern. Wir haben den Eindruck, dass sie schon auf uns warten und man trifft selten Menschen, die sich so sehr über so wenig freuen.

Im Shelter angekommen, laden wir viele Spenden aus, die zu uns gebracht werden und schauen nach den Hunden, die am Ende der Woche mit uns nach Deutschland reisen sollen.

Und wir beginnen die Hunde zu vergesellschaften. Dies ist sehr zeitaufwendig, da man das Kennenlernen gut beobachten muss, da sich nicht alle Hunde miteinander direkt anfreunden. So versuchen wir stets das perfekte Couple zu finden, denn scheu und scheu passt manchmal genauso wenig wie dominant und dominant. Auch Geschwistertiere müssen, wenn sie in die Pubertät kommen, manchmal getrennt werden. So konnten dieses Mal einige Hunde in größere Gehege umziehen.

   

Wir fotografieren die neuen Hunde im Tierheim und versuchen sie so gut es geht einzuschätzen, um für die Adoption einen kleinen Einblick zu geben. Natürlich überraschen hier viele wenn sie später einmal in Deutschland ankommen und auch wir sind vor Ort jedes Mal erstaunt, wie sich manche Hunde entwickeln.

Leider mussten wir auch Lottis Beim amputieren lassen. Denn die Fraktur war zu groß und um die Entzündung zu stoppen, wurde es abgenommen, sodass sie sich in Zukunft freier bewegen kann.

 

Zu unserem Ritual gehört mittlerweile auch der gemeinsame Besuch mit Luiza im Restaurant in den Bergen. Auf diesen freuen wir uns jedes Mal sehr und sind immer wieder über neue Gerichte erstaunt. Diesmal war es ein super leckeres Knoblauchöl, was man zu dem dort frisch gebackenen Brot essen oder auf die Pizza streichen kann.

Auch haben wir überlegt ins „Ölgeschäft“ einzusteigen, denn im Gegensatz zu Deutschland kann man es hier zu normalen Preisen kaufen.

Da unser Transporter aber schon mit den reisenden Tieren voll ist, entscheiden wir uns gegen den „Öltransprt“ :-).

Luiza bekommt täglich Anrufe und Nachrichten von tierlieben Menschen aus der Umgebung, die sie um Hilfe bitten und so führte uns diesmal ein Weg in die Berge. Dort liegt noch Schnee und die Straßenhunde leben dort unter härtesten Bedingungen. Oben angekommen, treffen wir auf eine junge Dame, die ein Rudel Hunde im Dorf versorgt. Darunter auch ein sehr alter Rüde, der mit dem Leben auf der Straße nicht mehr so recht zurecht kommt und so beschließen wir ihn im Tierheim aufzunehmen. Unser Anton.

 

Wir lassen noch einige Hunde im Shelter kastrieren und wie jedes Mal kommt uns die Zeit einfach zu kurz vor, denn man hat das Gefühl einfach nicht genug gemacht zu haben, obwohl wir von morgens bis abends unterwegs waren.

 

Und so treten wir am Samstag unseren Weg nach Deutschland an wie immer mit mehr Hunden als geplant, denn vor Ort bemerkt man schnell, dass sich der eine oder andere nicht so gut entwickelt oder einer sehr im Tierheim leidet. Somit kommen einige Tiere mehr auf unsere „Großpflegestelle“ als Anfang der Woche geplant.

Danke an alle, die uns helfen dass wir den Tieren in Rumänien helfen können!

Ihr Mira- Tierhilfe Team