Liebe Mirafreunde,
im Februar haben wir uns wieder auf die weite Reise nach Targu Jiu gemacht.
Wir freuten uns nach dem Winter endlich wieder nach Targu Jiu aufbrechen zu können und waren sehr gespannt wie es unseren Fellnasen im Shelter geht und auch auf die Straßenhunde, da für diese der Winter natürlich eine besonders harte Zeit ist.
An unserem ersten Futterplatz an der Donau erwartete uns schon das gestromte Geschwisterpaar und sie machten sich hungrig über das mitgebrachte Futter her. Die anderen zwei Hunde kannten wir von der letzten Fahrt und auch ihnen scheint es recht gut zu gehen. Sie führen dort ein unabhängiges Leben und werden anscheinend auch von anderen Tierschützern gefüttert. Die Hündinnen haben wir vor Jahren kastriert und so können sie ohne ständigen Nachwuchs, dort leben.
Wenige Orte weiter sahen wir eine Hündin mit einem Welpen an der Straße nach Futter suchen und hielten um ihr Futter zu geben.
Da öffnete sich die Tür eines kleinen Gebäudes- was wir für einen verlassenen Schuppen oder Plumsklo gehalten hatten- und ein älterer Mann kam heraus und sah nach seinen Mitbewohnern, der kleinen Hündin und ihrem Welpen. Die beiden Fellnasen freuten sich sehr ihren Menschen zu sehen und so ließen wir Hundefutter, Decken und unsere Reiseverpflegung bei dem Mann. Hierüber freute er sich sehr. Was ist das für ein Leben im Nirgendwo in einem Einraumhaus, aber er hatte einen Ofen darin und schien zufrieden zu sein. Man kann sich so ein Leben gar nicht vorstellen….
Auch trafen wir einige Orte weiter wieder eine uns bekannte Hündin an, die immer Haut-und Fellprobleme hat und so versorgten wir sie mit einem Medikament, was ihr für die nächsten Wochen helfen wird.
Die Fahrt ging weiter durch die rumänischen Berge und wir trafen viele Straßenhunde und versorgten sie mit dem gespendeten Futter- vielen lieben Dank an alle Spender !
Als wir in Targu Jiu ankamen, luden wir die mitgebrachten Spenden aus und schauten nach den Reisehunden und den neuen Tieren.
Einigen ging es gesundheitlich nicht sehr gut als Luiza sie fand und es war schön zu sehen, dass es vielen schon erheblich besser geht. Auf der Straße hätten die verletzten Tiere recht sicher nicht überlebt. Herzlichen Dank auch an Familie G., diese haben für unsere kranken Hunde selbstgemachte Hundebettchen mit warmen Schafsfell gemacht. Die Tiere haben sich sehr gefreut 😊.
Vor Ort merkten wir schnell die Probleme, die der rumänische Winter mit sich bringt. Die Wassernäpfe frieren so schnell zu dass unsere Helfer Dorinel und Ovidio mehrmals täglich die Eisschicht zerschlagen müssen, damit die Fellnasen an Wasser kommen können.
Besonders für die alten Hunde und die Welpen ist das Wetter schwierig und wir sind froh, dass es dieses Jahr bislang wenig Schnee dort gab.
Nachmittags trafen wir eine junge rumänische Tierschützerin, die uns ihre Plätze zeigte an denen sie die Straßenhunde täglich füttert. Die Hunde freuten sich so sehr sie zu sehen und sie war total happy dass wir eine kleine Hündin mit ihren drei Welpen in unser Tierheim aufnehmen wollten, obwohl wir leider mehr als voll sind, aber auf der Straße sind die Überlebenschancen für die kleine Familie mehr als schlecht.
In einer kleinen Stadt sahen wir eine selbstgebaute Hundehütte- es werden immer mehr Menschen in Rumänien, die versuchen den Straßenhunden zu helfen. Diese Entwicklung ist schön zu sehen.
Am Donnerstag stand „Sandtag“ auf unserer to-do-Liste. Die Zwinger müssen regelmäßig mit frischen Sand aufgefüllt werden- die Hunde lieben die dicke Sandschicht und bei Feuchtigkeit ist es wichtig, dass die Tiere nicht ständig im Wasser stehen. Der gelieferte Sand war zum Glück nur in der Oberfläche gefroren und so konnten die rumänischen Helfer zwei riesige Sandhaufen mit Schubkarren in die Zwinger bringen. Unsere Aufgabe dabei ist es, die Hunde im Auge zu behalten, da einige Hunde Männer mit Schaufeln nicht ganz so toll finden und sie nicht die Freiheit suchen. Das Verteilen des Sandes gehört dann auch zu unseren Aufgaben und abends ist man doch recht platt. Schön war dass der Sand für alle geplanten Zwinger genau reichte und es ist toll zu sehen wieviel Spaß die Tiere an dem frischen Sand haben.
Auch blieb genügend Zeit die Hunde zu kuscheln und sie besser kennenzulernen.
Neue Hunde wurden fotographiert, ausgemessen und Besonderheiten notiert, damit sie möglichst bald auf unsere Homepage gestellt werden und sie bald ihre Familien finden können . Wir versuchten möglichst viele Videos von den Tieren zu machen, damit die Interessenten die Tiere in ihrer Umgebung und im Umgang mit Menschen etwas kennenlernen können.
Die Woche vor Ort war wieder so schnell vorbei und am Freitag konnten die Reisetiere einsteigen und in ein neues schöneres Leben reisen.
Leider muss man viele Fellschätze vor Ort zurücklassen und wir hoffen, dass noch viele Tiere die Möglichkeit bekommen nach dem Motto „Adopt – don`t shop“.
Danke an Alle, die unsere Arbeit unterstützen!
Ihr Mira-Tierhilfe Team