Unsere Augustfahrt in unser Tierheim nach Targu Jui

Liebe Mirafreunde,

wir machten uns wieder nach Rumänien auf. Mittlerweile sind Corinna, Roswitha und ich/Sabrina ein eingespieltes Team geworden und genießen es miteinander zu fahren, da jeder den Ablauf kennt.


Und so steuern wir am ersten Tag Arad, was kurz hinter der rumänischen Grenze liegt an, um dort zu übernachten.

Am nächsten Morgen geht es los, unsere Fahrt durch Rumänien nach Targu Jiu. Dieses mal sind nicht auffällig viele Hunde unterwegs und leider sehen wir auch unsere Gruppe an der Donau nicht.

Unsere Fahrt führt uns durch viele Gegenden in Rumänien, in denen es den Menschen nicht so gut geht. Sie leben in sehr einfachen Häusern und besitzen oft nicht viel. Seit einiger Zeit besuchen wir regelmäßig eine kleine Familie. Wir hatten sie in der Vergangenheit kennengelernt als wir einen alten kranken Hund an der Straße liegen sahen. Er hatte starke Hautprobleme, war aber ansonsten gut genährt, aber eben sehr alt.

Wir hielten noch nicht ganz, da kam die Familie und holte den alten Hund rein. Sie waren sehr aufmerksam das keine Hundefänger ihn einfach mitnahmen.

Mit Händen und Füßen erklärten wir ihnen damals, dass wir ihm etwas gegen den Parasitenbefall geben möchten. Als sie begriffen, was wir vor hatten, weinte die Mutter der Familie. Sie hatten schlicht kein Geld mit ihm zum Tierarzt zu gehen, geschweige denn ein Auto und so führt uns unser Weg regelmäßig zu ihnen um ihnen Futter für die Tiere, Floh- und Wurmmittel sowie Anziehsachen da zu lassen.

Ca eine Stunde von Targu entfernt, wird es dann immer mehr mit den Straßenhunden. Wie immer lassen wir ihnen Futter da und schauen ob wir den ein oder anderen zum Kastrieren bekommen.

   

Eine Stelle ist uns schon sehr bekannt, da dort oft Hunde ausgesetzt werden. Leider auch oft in schlechtem Zustand. Doch diesmal übertrifft es alles . Wir sehen bereits aus dem Auto eine weiße Tüte… von Luiza wissen wir das in diesen gerne Hunde ausgesetzt werden und leider war es auch hier der Fall .
Es waren gerade geborene Hundewelpen. Insgesamt fanden wir 5 von diesen 2 waren bereits durch einen erwachsenen Rüden, der in diesem Gebiet lebt, tot gebissen worden, aber 3 lebten noch. Sie waren stark unterkühlt und eins schwer verletzt, vermutlich ebenfalls gebissen. Wir sammelten die drei kleinen Fellnasen ein und wärmten sie .

 

Vom Auto aus informierten wir Luiza dass wir neu geborene Welpen gefunden haben und fragten, ob sie eine säugende Hündin im Tierheim hat, denn mit der Flasche hat man kaum eine Chance so kleine Welpen durch zu bekommen.
Leider hatten wir keine Hündin in unserem Tierheim, aber Luiza versorgt eine Hündin mit Welpen auf der Straße. Diese kümmert sich zusammen mit einer Hündin aus ihrem scheinbar vorherigen Wurf um zwei kleine 3 Wochen alte Welpen.

Luiza macht sich mit einem Arbeitskollegen direkt auf den Weg, um uns entgegen zu kommen und gemeinsam steuern wir diese Hündin an.

Das ist die säugende Hündin.

 

Die Hündin aus ihrem vorherigen Wurf, selbst noch ein Junghund kümmert sich um die Kleinen als wären es ihre eigenen Welpen.

Wir versuchen die Welpen anzulegen und wie selbstverständlich beginnt diese liebenswerte Hündin direkt sie zu putzen und zu säugen.

Wir entschließen uns die gesamte Familie im Tierheim aufzunehmen Um Ihre eigenen Welpen kümmert sich nun die Hündin aus dem ersten Wurf, während sie die fremden Welpen adoptiert.

Wir schauen immer wieder nach der kleinen Familie , aber natürlich müssen wir auch weiter machen. Wir laden unsere Spenden aus .
Vielen Dank an dieser Stelle an Alle, die immer Futter zu uns bringen, so dass wir immer genügend mit nach Rumänien nehmen können.

Die Reisehunde werden für ihre Fahrt vorbereitet und es werden von manchen Hunden neue Bilder für die Homepage gemacht. Natürlich kastrieren wir auch, denn dies ist eine der wichtigsten Aufgaben.

Und natürlich wird auch vergesellschaftet, so dass manche Hunde in größere Gehege kommen und die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

Wie immer ist unsere Zeit in Rumänien viel zu kurz und so treten wir unseren Heimweg mit einer fröhlichen Reisetruppe an.

Wir sind immer wieder erstaunt , wie ruhig und entspannt unsere Hunde während der Fahrt sind als wüssten sie, dass auf sie jetzt ein neues Leben wartet.

Und wir sind noch nicht ganz zu Hause und planen bereits unsere nächste Fahrt, denn es warten so viele Tiere auf eine eigene Familie oder auf eine Pflegestelle.

So viele Hunde warten auf ihre zweite Chance in ihrem Leben.

Bitte unterstützen sie weiterhin unsere Arbeit. Vielen Dank!

Ihr Mira-Tierhilfe Team